
Neural- und Schmerztherapie
Ergänzende Behandlungsoption bei akuten und chronischen Schmerzen
Schmerzen entstehen nicht ausschließlich durch strukturelle Veränderungen wie Verschleiß oder Entzündung. Häufig spielen auch funktionelle Störungen im Zusammenspiel von Muskeln, Nerven und Bindegewebe eine Rolle.
Im Rahmen unserer langjährigen Tätigkeit in der Behandlung von Patienten mit akuten und chronischen Schmerzsyndromen setzen wir – wenn medizinisch sinnvoll – ergänzend die Neuraltherapie ein.
Was ist Neuraltherapie?
Die Neuraltherapie nach Huneke ist ein seit vielen Jahrzehnten etabliertes Verfahren innerhalb der sogenannten Regulationstherapie. Ziel ist es, gestörte nervale Reizverarbeitung zu beeinflussen und lokale Regulationsmechanismen zu unterstützen.
Dabei werden gezielt kleine Mengen eines lokal wirksamen Anästhetikums in bestimmte Haut-, Muskel- oder Bindegewebsbereiche injiziert.
Unterschieden wird zwischen:
- Segmenttherapie – Behandlung schmerzbezogener Haut- und Muskelzonen
- Störfeldtherapie – Berücksichtigung chronischer Reizzonen, z. B. im Bereich von Narben
Wann kann die Neuraltherapie sinnvoll sein?
Als ergänzende Maßnahme kann sie unter anderem eingesetzt werden bei:
- chronischen Rücken- und Nackenschmerzen
- Ischiasbeschwerden
- Schulter- und Ellenbogenbeschwerden (z. B. Tennisellenbogen)
- Achillessehnen- oder Fersenschmerzen
- Schleimbeutelentzündungen
- funktionellen Wirbelsäulensyndromen
- chronischen Narbenbeschwerden
Die Entscheidung für diese Therapieform erfolgt stets individuell und auf Grundlage einer ärztlichen Untersuchung.